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Hausers Schantle

Dr. Andrea Hauser


Datum:
3. April 2020
Fotonachweis: Aus dem Kalender „Hauser, Schantle, Federerhannes“ hg. vom Förderverein Kunststiftung Erich Hauser, Rottweil 2004

»Meist handelte es sich bei den Schantlelarven um ausdrucksstarke Portraitlarven – Portraits von stadtbekannten Persönlichkeiten. Sein eigenes Portrait angeregt haben mag hier „s‘ Franz Ammas Briekere“, eine Larve geschnitzt um 1700, gekennzeichnet durch Schmerz und Resignation, aber auch „s’Ronnys Schantle“ mit seinem interessierten, stieren Blick, dem „Prallauge“. Denn auch Hausers Schantle kennzeichnet eine merkwürdige Mischung von Kraft und Trauer, von Stolz und Dienstbarkeit.
Maskierung ist spielerischer Umgang mit den eigenen Identitätsprofilen und -projektionen. Die Anonymität der Maske ist die „gegenständliche Filiale des Innenlebens“ (Anselm L. Sturm). Die Maske ist eine Metapher für das Identitätsproblem des letzten und des neuen Jahrhunderts – dies interessiert nicht nur die Empirische Kulturwissenschaftlerin, sondern interessierte auch Erich Hauser. Die Maske verbindet zwei wichtige Symbolbereiche unserer Gesellschaft: die Kunst und die Volkskultur.«

– Dr. Andrea Hauser und Hans-Gerhard Klatt, Ein paulinischer Schantle, in: „Für Erich Hauser“, Rottweil

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